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Wörterbuch der Kriegstüchtigkeit

Verfasst: 09.05.2026, 15:53
von Staber
Moin!

Man merkt, dass Eindrücke der letzten Kriegsgeneration fehlen. Mein Vater , der in den zweiten Weltkrieg gegen seinen Willen eingezogen wurde, sagte: "Krieg ist eine große Schei*e." Ihm würde das Blut in den Adern gefrieren, glaube ich , wenn er hören würde: "erlebbar", "ganzheitlich", "Glück", "lodernder Glutkern" usw..usw.
So etwas kann sich nur jemand ausdenken, der Krieg nie erlebt hat und sich sicher fühlt, ihn nicht erleben zu müssen. Dagegen sollte man sich ein paar alte Interviews von Helmut Schmidt anhören: So spricht ein Politiker über Krieg, wenn er ihn selbst erlebt hat .Nur als Beispiel! ;)



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ISBN: 978-3-85371-563-5.
Kategorie: Politik und Ökonomie.
Ensel, Leo: Wörterbuch der Kriegstüchtigkeit.
oder: Krieg heißt Töten
Promedia 2026. 168 S. 12 x 20. brosch.

Re: Wörterbuch der Kriegstüchtigkeit

Verfasst: 09.05.2026, 16:21
von AlexRE
Man kann natürlich darauf verzichten, den Krieg zu beschönigen und sollte das wohl auch. Das ändert aber nichts daran, dass man unausweichlichem Zwang zur Kriegführung ausgesetzt werden kann. Wer Völkermördern wie denen von Auschwitz und Ruanda den Weg frei macht, lädt eine weit größere Schuld auf sich als der, der zurückschießt.

Re: Wörterbuch der Kriegstüchtigkeit

Verfasst: 11.05.2026, 15:51
von Uel

Re: Wörterbuch der Kriegstüchtigkeit

Verfasst: 12.05.2026, 07:10
von AlexRE
Uel hat geschrieben: 11.05.2026, 15:51 [url]
Wer Völkermördern wie denen von Auschwitz und Ruanda den Weg frei macht, lädt eine weit größere Schuld auf sich als der, der zurückschießt.
... problematisch, problematisch, „Seit 5 Uhr 45 wird jetzt zurückgeschossen!“ Es ist die übliche Ausrede der Eskalation. Erst einmal sind die tatsächlichen Täter schuldig inklusive befehlsgebende "Schreibtisch-Täter"! Den Weg freimachen ist ein großes aber unbestimmtes Wort.

(...)
Es gibt auch eindeutige Situationen, in denen man durch schlichtes Unterlassen schwere Schuld auf sich laden kann. Ein Extrembeispiel ist die bösartige Ignoranz der UNO angesichts des Völkermords in Ruanda:
(...)

So sei das Versagen bei der Verhinderung des Völkermords nicht auf fehlende Informationen zurückzuführen, sondern im Wesentlichen auf Nachlässigkeit. Dies zeigte sich beispielsweise in einem Herunterspielen der lauter werdenden Warnungen durch Politik und Medien sowie im Desinteresse der Sicherheitsratsmächte, mit Entschiedenheit zu intervenieren.

(...)
https://menschenrechte-durchsetzen.dgvn ... meinschaft

Zu der Zeit gab es bereits eine Völkermord - Resolution der UNO, nach der zur Nothilfe befähigte Staaten nicht nur das Recht, sondern die Pflicht zum Eingreifen hatten. Wenn man so etwas verwässert, weil ja alle Juristen und politischen Schwadroneure ein Brett vor dem Kopf haben, werden sich irgendwann alle bedrohten Völker bis an die Zähne bewaffnen müssen - wenn möglich, auch mit Massenvernichtungswaffen.