Vieles von dem, was wir über unsere heiß geliebten Politiker wissen, haben wir aus Anfragen gemäß dem IFG. Einiges ist dabei, von dem wir gehofft hatten, das es anders ist, weil wir ja unsere Politiker für integer halten. Leider war unsere Prämisse nicht korrekt. Die betroffenen haben nun massiv Stimmung gegen das IFG gemacht, und es dabei fertiggebracht, das bestehende IFG zu einem zahnlosen Tiger verkümmern zu lassen, der es kaum noch gestattet, den wirklichen Bösewichtern auf die Spur zu kommen. Für mich ist das ein verantwortungsloses vorgehen, das wir als Wähler nicht dulden dürfen. Wir sind der Souverän, und die Politiker im Bundestag, den Landtagen, den Kreistagen und in den Stadtparlamenten und Gemeindevertretungen haben dies zu respektieren. Basta!
Re: Augen zu, CDU
Verfasst: 17.07.2026, 17:06
von AlexRE
Jens Spahn und sein Ehemann haben eine Leihmutterschaft in den USA in Auftrag gegeben und sind jetzt Eltern. Die Methode ist in Deutschland allerdings verboten und die CDU schließt eine Aufhebung des Verbots kategorisch aus. Deshalb erhält Jens Spahn jetzt heftigen Gegenwind aus den eigenen Reihen:
So ähnlich war das schon mit der Kandidatin für das Bundesverfassungsgericht Frau Brosius-Gersdorf. Auch da haben sich die CDU - Bonzen eingebildet, dass die einfachen Abgeordneten der Partei alles schlucken, was ihre Chefs ihnen vorsetzen. Das ging aber nicht, weil zu viele Abgeordnete noch einen Restbestand an eigenem Gewissen hatten und keine Verfassungsrichterin akzeptiert haben, deren Positionen in der Abtreibungsfrage für konservative Abgeordnete und ihre Wähler untragbar waren.
Ganz allgemein sieht es so aus, als würden deutsche Spitzenpolitiker unterschätzen, was man dem eigenen politischen Fußvolk und vor allem dem Wähler zumuten kann. Das sieht man nicht zuletzt an dem Aufstieg der AfD.
Re: Augen zu, CDU
Verfasst: 17.07.2026, 19:00
von Staber
Alex schrieb:
Ganz allgemein sieht es so aus, als würden deutsche Spitzenpolitiker unterschätzen, was man dem eigenen politischen Fußvolk und vor allem dem Wähler zumuten kann. Das sieht man nicht zuletzt an dem Aufstieg der AfD.
Werter Alex!
Auf dem Punkt.
Dazu brauche ich nichts Posten.
Re: Augen zu, CDU
Verfasst: 18.07.2026, 13:44
von AlexRE
Staber hat geschrieben: 17.07.2026, 19:00
Alex schrieb:
Ganz allgemein sieht es so aus, als würden deutsche Spitzenpolitiker unterschätzen, was man dem eigenen politischen Fußvolk und vor allem dem Wähler zumuten kann. Das sieht man nicht zuletzt an dem Aufstieg der AfD.
Werter Alex!
Auf dem Punkt.
Dazu brauche ich nichts Posten.
Danke
Spahns ehemaligen Freunden wird die ganze Geschichte jetzt auch zu heikel, sie werden ihn wahrscheinlich abschreiben:
Deshalb wird die CDU wahrscheinlich nicht wahrheitsliebender werden, aber wer sich so offen widersprüchlich verhält, macht es politischen Gegnern einfach zu leicht.
Staber hat geschrieben: 17.07.2026, 19:00
Alex schrieb:
Ganz allgemein sieht es so aus, als würden deutsche Spitzenpolitiker unterschätzen, was man dem eigenen politischen Fußvolk und vor allem dem Wähler zumuten kann. Das sieht man nicht zuletzt an dem Aufstieg der AfD.
Werter Alex!
Auf dem Punkt.
Dazu brauche ich nichts Posten.
Danke
Spahns ehemaligen Freunden wird die ganze Geschichte jetzt auch zu heikel, sie werden ihn wahrscheinlich abschreiben:
Deshalb wird die CDU wahrscheinlich nicht wahrheitsliebender werden, aber wer sich so offen widersprüchlich verhält, macht es politischen Gegnern einfach zu leicht.
Moin Alex!
Jetzt geschehen. Spahn tritt zurück
Gut so, aber das verhindert nicht ,das anständige Bürger jetzt anders wählen. Wenn das Kind etwas grösser ist kommt er zurück, womöglich als Kanzlerkandidat
Es ist doch nun wahrlich kein Ruhmesblatt, das in der wirtschaftlich viertstärksten Nation ein Rentner Flaschen sammeln muss, um über die Runden zu kommen. Die Schere zwischen Arm und Reich ist trotz dieser Reförmchen viel zu groß. So gewinnt man keine Wähler.
Für mich, wie für die meisten Wähler zählt nur, was am Monatsende noch im Portemonnaie ist. Das Sein bestimmt das Bewusstsein oder mit B. Brecht gesagt: "Erst kommt das Fressen und dann die Moral!"
Für mich hat Merz diesen völlig unpassenden Offizierston: Wir packen das mit aller Kraft an, oder so ähnlich spricht er und verschwindet dann in die Sommerpause.
Re: Augen zu, CDU
Verfasst: 18.07.2026, 19:57
von maxikatze
Staber schrieb:
Jetzt geschehen. Spahn tritt zurück
Moin Staber,
sein Mandat hat er behalten. Vermutlich nicht nur aus finanziellen Gründen, sondern aus Gründen der Immunität, die dann aufgehoben würde?
Denn es waren nach Angaben der Staatsanwaltschaft über 170 Strafanzeigen gegen Spahn eingegangen.
Die Maskenaffäre und andere Skandale konnte er noch aussitzen, den Leihmutter-Skandal nicht.
Die Theorie mit der Märtyrer - Rolle, die dereinst als Sprungbrett an die Spitze dienen könnte, vertreten auch einige Journalisten:
Doch ob sich der 46-Jährige mit der Rolle des "einfachen" Abgeordneten zufriedengibt? Er gilt als Machtpolitiker, sogar Ambitionen auf das Kanzleramt werden ihm nachgesagt. Und er hat schon mehrfach gezeigt, dass er sich aus Karrieretiefs wieder herausarbeiten kann. Im politischen "Jens-Seits" will er jetzt sicher noch nicht enden.
Wenn das der Plan sein sollte, glaube ich aber nicht an das Gelingen. Wenn jemand eine glasklare Position in einer politischen Grundsatzfrage bezieht und sich anschließend widersprüchlich dazu verhält, ist er verbrannt. Wie gesagt, die Spitzenpolitiker unterschätzen ihr eigenes Abgeordneten - Fußvolk und vor allem den Wähler.
Re: Augen zu, CDU
Verfasst: 19.07.2026, 18:27
von Staber
Maxi hat geschrieben;
170 Strafanzeigen gegen Spahn eingegangen.
Moin
Anne Brorhilker, die ehemalige Chefermittlerin im Cum-Ex-Steuerskandal, verließ 2024 aus Frustration über die Strafverfolgung von Finanzkriminalität in Deutschland den Staatsdienst. Mit dem Zitat „Die Kleinen hängt man, die Großen lässt man laufen“
Kann sich noch jemand erinnern an den berühmten „Fall Emmely“. Barbara Emme *, eine langjährige Kassiererin bei der Supermarktkette Kaiser's Tengelmann in Berlin, verlor nach über 30 Jahren Betriebszugehörigkeit fristlos ihren Job. Der Vorwurf: Sie soll zwei verlorene Pfandbons im Gesamtwert von 1,30 Euro unterschlagen und eingelöst haben. Der Fall löste 2009 bundesweit große Empörung und eine intensive Debatte über sogenannte Bagatellkündigungen aus. Nach jahrelangen juristischen Auseinandersetzungen entschied das Bundesarbeitsgericht im Jahr 2010 schließlich, dass die Kündigung unwirksam war.