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Re: Griechenland

Verfasst: 19.06.2015, 20:51
von AlexRE
Die armen Griechen haben einfach nur Pech gehabt, sonst wären sie jetzt aus dem Schneider ... :(
Freitag, 19. Juni 2015

7 faszinierende Dinge, die Sie noch nicht über den Fastenmonat Ramadan wussten

(...)

4. Die Geschichte

Offiziell führte der Prophet Mohammed den Ramadan im Jahr 620 ein. Historische Dokumente belegen jedoch, dass der griechische Fitness-Guru und Ernährungspapst Alkibiades d.J. seinen Anhängern bereits im Jahr 287 vor Christus das intermittierende Fasten mit nächtlichen Essperioden empfahl. Tragisch: Gerade als er auf dem Weg zum Patentamt war, wurde Alkibiades von einer herumstreunenden Hydra gefressen – und das am hellichten Tage! Die jährlichen (!) Tantiemen, die die muslimische Welt bis heute hätte zahlen müssen, wären in etwa so hoch wie die griechische Staatsverschuldung.

(...)
http://www.der-postillon.com/2015/06/7- ... -noch.html

Re: Griechenland

Verfasst: 20.06.2015, 08:42
von maxikatze
Ich bekomme hin und wieder Mails und diese setze ich komplett hier rein:


Michael Schlecht, MdB, wirtschaftspolitischer Sprecher Fraktion DIE LINKE – 20. Juni 2015:
Griechenland-Hatz: Die Rentner

Die Sparpakete von EU und Internationalem Währungsfonds haben in Griechenland ein beispielloses Desaster angerichtet. Dennoch beharren die Gläubiger – allen voran die Bundesregierung – auf weiteren Kürzungen. Um die zu rechtfertigen, wird kräftig Stimmung gegen Athen gemacht. „Wir werden nicht die überzogenen Wahlversprechen einer zum Teil kommunistischen Regierung durch die deutschen Arbeitnehmer und ihre Familien bezahlen lassen“, tönte Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel. Tenor: Wir zahlen, die machen sich ein schönes Leben. Als Beispiel für diesen Quatsch werden derzeit die griechischen Renten herangezogen.

Die Griechen, so heißt es, haben ein extrem teures Rentensystem. Kein Wunder – schließlich gingen viele Griechen schon mit 56 Jahren in Rente. Damit ist das Bild rund: Faule Griechen leben auf unsere Kosten. Daran ist so viel falsch, das man es kaum aufzählen kann. Hier die wichtigsten Fakten:

Ja, das griechische Rentensystem ist teuer, seine Kosten betragen 16 Prozent der Wirtschaftsleistung. Aber das ist auch kein Wunder, schließlich ist diese Wirtschaftsleistung dank Spardiktat um ein Viertel gesunken. Ein Viertel!

„Gezahlt“ haben „wir“ den Griechen noch gar nichts. Athen erhielt Kredite, die muss es bedienen, inklusive Zinsen. Allein diesen Monat sind 1,6 Milliarden Euro fällig, die das verarmte Land zahlen muss.

Leben Griechenlands Rentner im Luxus? Kaum. Nach acht Kürzungsrunden in vier Jahren beträgt die Durchschnittsrente 713 Euro im Monat. Drei Viertel der Rentner haben weniger als 1000 Euro. Die ärmsten von ihnen erhalten zwar einen Zuschuss von 169 Euro. Dennoch leben fast 50 Prozent der Rentner unterhalb der von der EU definierten Armutsgrenze von 665 Euro. Nichtsdestotrotz verlangen die Gläubiger hier weitere Kürzungen der Altersbezüge von fast zwei Milliarden Euro dieses und nächstes Jahr.

Gehen die Griechen früh in Rente? Eher nicht. Nur 15 Prozent aller Rentner sind jünger als 60 Jahre alt. Die griechische Regierung hat vorgeschlagen, das Rentenalter schrittweise zu erhöhen.

Wer die griechischen Renten immer noch für üppig hält, der sollte bedenken: In Griechenland gibt es weder private noch Betriebsrenten. Die Staatsrente ist alles. Viel wichtiger noch: Von den Pensionen leben Millionen, nicht nur die Rentner, auch Kinder und Arbeitslose. 25 Prozent der Griechen sind ohne Job, und da es Arbeitslosenhilfe nur für maximal ein Jahr gibt, bedeutet das: 90 Prozent der Jobsucher erhalten keinen Cent. Sozialhilfe? Hartz IV? Gibt es alles nicht.

Dass viele Griechen früh in Rente gegangen sind und das System überlastet ist, liegt ebenfalls an der Krise. Der Staatssektor hat seine Bediensteten unter dem Spardiktat um ein Drittel reduziert, häufig wurden die Menschen in die Frührente abgeschoben. Zudem flüchteten sich viele Griechen in die Frühverrentung, weil ihr Job gefährdet war und es in Griechenland keinerlei Aussicht auf einen neuen Arbeitsplatz gibt – und man ohne Job schnell ganz ohne Geld dasteht. Die Rente ist das einzig halbwegs sichere.

So stieg auf der einen Seite die Zahl der Anspruchsberechtigten – wobei man anmerken muss, dass die Zahl der Ruheständler an der Gesamtbevölkerung in Griechenland sogar niedriger liegt als hierzulande.

Auf der anderen Seite schrumpften die Einnahmen der Rentenkasse durch Massenentlassungen und Lohnkürzungen. Und als Sargnagel kam dann auch noch der Schuldenschnitt für Griechenland. Der belastete die Gläubigerbanken in Europa zwar kaum, dafür aber das griechische Rentensystem, das seine Reserven in Staatsanleihen angelegt hatte. Diese Reserven schrumpften durch den Schuldenschnitt um 60 Prozent.

Ohne Zweifel muss das griechische Rentensystem reformiert werden. Dafür braucht es aber Zeit. Das Beharren der Gläubiger auf Kürzungen führt das Land nur immer tiefer in den Abgrund – in den ökonomischen und den sozialen.
http://www.michael-schlecht-mdb.de/

Dass Merkel Europa gefährdet, erkenne man nicht nur wegen ihrer Position Griechenlands, sondern auch bei Sanktionen Russlands gegenüber. Merkel ist dabei, dass Grab Europas zu schaufeln.

Re: Griechenland

Verfasst: 20.06.2015, 09:48
von Livia
maxikatze hat geschrieben:Ich bekomme hin und wieder Mails und diese setze ich komplett hier rein:


Michael Schlecht, MdB, wirtschaftspolitischer Sprecher Fraktion DIE LINKE – 20. Juni 2015:
Griechenland-Hatz: Die Rentner

Die Sparpakete von EU und Internationalem Währungsfonds haben in Griechenland ein beispielloses Desaster angerichtet. Dennoch beharren die Gläubiger – allen voran die Bundesregierung – auf weiteren Kürzungen. Um die zu rechtfertigen, wird kräftig Stimmung gegen Athen gemacht. „Wir werden nicht die überzogenen Wahlversprechen einer zum Teil kommunistischen Regierung durch die deutschen Arbeitnehmer und ihre Familien bezahlen lassen“, tönte Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel. Tenor: Wir zahlen, die machen sich ein schönes Leben. Als Beispiel für diesen Quatsch werden derzeit die griechischen Renten herangezogen.

Die Griechen, so heißt es, haben ein extrem teures Rentensystem. Kein Wunder – schließlich gingen viele Griechen schon mit 56 Jahren in Rente. Damit ist das Bild rund: Faule Griechen leben auf unsere Kosten. Daran ist so viel falsch, das man es kaum aufzählen kann. Hier die wichtigsten Fakten:

Ja, das griechische Rentensystem ist teuer, seine Kosten betragen 16 Prozent der Wirtschaftsleistung. Aber das ist auch kein Wunder, schließlich ist diese Wirtschaftsleistung dank Spardiktat um ein Viertel gesunken. Ein Viertel!

„Gezahlt“ haben „wir“ den Griechen noch gar nichts. Athen erhielt Kredite, die muss es bedienen, inklusive Zinsen. Allein diesen Monat sind 1,6 Milliarden Euro fällig, die das verarmte Land zahlen muss.

Leben Griechenlands Rentner im Luxus? Kaum. Nach acht Kürzungsrunden in vier Jahren beträgt die Durchschnittsrente 713 Euro im Monat. Drei Viertel der Rentner haben weniger als 1000 Euro. Die ärmsten von ihnen erhalten zwar einen Zuschuss von 169 Euro. Dennoch leben fast 50 Prozent der Rentner unterhalb der von der EU definierten Armutsgrenze von 665 Euro. Nichtsdestotrotz verlangen die Gläubiger hier weitere Kürzungen der Altersbezüge von fast zwei Milliarden Euro dieses und nächstes Jahr.

Gehen die Griechen früh in Rente? Eher nicht. Nur 15 Prozent aller Rentner sind jünger als 60 Jahre alt. Die griechische Regierung hat vorgeschlagen, das Rentenalter schrittweise zu erhöhen.

Wer die griechischen Renten immer noch für üppig hält, der sollte bedenken: In Griechenland gibt es weder private noch Betriebsrenten. Die Staatsrente ist alles. Viel wichtiger noch: Von den Pensionen leben Millionen, nicht nur die Rentner, auch Kinder und Arbeitslose. 25 Prozent der Griechen sind ohne Job, und da es Arbeitslosenhilfe nur für maximal ein Jahr gibt, bedeutet das: 90 Prozent der Jobsucher erhalten keinen Cent. Sozialhilfe? Hartz IV? Gibt es alles nicht.

Dass viele Griechen früh in Rente gegangen sind und das System überlastet ist, liegt ebenfalls an der Krise. Der Staatssektor hat seine Bediensteten unter dem Spardiktat um ein Drittel reduziert, häufig wurden die Menschen in die Frührente abgeschoben. Zudem flüchteten sich viele Griechen in die Frühverrentung, weil ihr Job gefährdet war und es in Griechenland keinerlei Aussicht auf einen neuen Arbeitsplatz gibt – und man ohne Job schnell ganz ohne Geld dasteht. Die Rente ist das einzig halbwegs sichere.

So stieg auf der einen Seite die Zahl der Anspruchsberechtigten – wobei man anmerken muss, dass die Zahl der Ruheständler an der Gesamtbevölkerung in Griechenland sogar niedriger liegt als hierzulande.

Auf der anderen Seite schrumpften die Einnahmen der Rentenkasse durch Massenentlassungen und Lohnkürzungen. Und als Sargnagel kam dann auch noch der Schuldenschnitt für Griechenland. Der belastete die Gläubigerbanken in Europa zwar kaum, dafür aber das griechische Rentensystem, das seine Reserven in Staatsanleihen angelegt hatte. Diese Reserven schrumpften durch den Schuldenschnitt um 60 Prozent.

Ohne Zweifel muss das griechische Rentensystem reformiert werden. Dafür braucht es aber Zeit. Das Beharren der Gläubiger auf Kürzungen führt das Land nur immer tiefer in den Abgrund – in den ökonomischen und den sozialen.
http://www.michael-schlecht-mdb.de/

Dass Merkel Europa gefährdet, erkenne man nicht nur wegen ihrer Position Griechenlands, sondern auch bei Sanktionen Russlands gegenüber. Merkel ist dabei, dass Grab Europas zu schaufeln.
Das beweist wieder mal, wie schlecht man vom allgemeinen Journalismus informiert wird. Die Lügen werden immer dreister und die wenigen die dagegen halten werden einfach umgangen. Das ist ein toller Volkssport geworden. :evil:

Zur Zeit wird so viel geschrieben, dass davon kaum noch was glaubwürdig erscheint. :roll:

Re: Griechenland

Verfasst: 20.06.2015, 09:51
von Sonnenschein+8+
Livia hat geschrieben:
Das beweist wieder mal, wie schlecht man vom allgemeinen Journalismus informiert wird. Die Lügen werden immer dreister und die wenigen die dagegen halten werden einfach umgangen. Das ist ein toller Volkssport geworden. :evil:

Zur Zeit wird so viel geschrieben, dass davon kaum noch was glaubwürdig erscheint. :roll:
vor allem die Linken Politiker, die Lügen nie ;)

Re: Griechenland

Verfasst: 21.06.2015, 19:03
von maxikatze
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/e ... 58524.html
Gastbeitrag von Giannis Varoufakis
...Verluste der Privatbanken auf Steuerzahler abgeladen

Im Jahr 2010 schuldete Griechenland den deutschen Steuerzahlern nicht einen Euro! Wir hätten es dabei belassen sollen. Unverantwortliche griechische Kreditnehmer und unverantwortliche deutsche Kreditgeber hätten dies akzeptieren und die Verantwortung übernehmen müssen. Stattdessen haben unsere Regierungen im Namen der europäischen „Solidarität“ dafür gesorgt, dass private Verluste aus den Büchern der Privatbanken auf die Schultern der griechischen und deutschen Steuerzahler geladen wurden...
Am Tag, als ich Finanzminister wurde, versprach ich, nicht der Vorliebe meines Vorgängers zu frönen, unsinnige Kredite von europäischen Steuerzahlern als kurzzeitiges „Heilmittel“ für unsere Probleme zu akzeptieren. Heute drängt uns das offizielle Europa, „die Einigung zu unterzeichnen“, um „das Richtige zu tun, und das letzte Angebot der Institutionen, um den Bankrott zu vermeiden, anzunehmen“. Das ist, als ob sich 2010 genau so wiederholt! Ich soll das Gleiche tun wie meine Vorgänger – das Geld nehmen, die Krise in die Zukunft strecken und so tun, als ob sie gelöst wäre. Nein danke! Das ist es nicht, wofür wir gewählt wurden.

Re: Griechenland

Verfasst: 23.06.2015, 08:41
von Sonnenschein+8+
Ironie ist alles ;)

Bild

Re: Griechenland

Verfasst: 23.06.2015, 09:35
von Livia
Fast alle EU-Länder sind hoch verschuldet. Ich finde man sollte alle an den Pranger stellen nicht nur Griechenland.

Die am höchsten verschuldeten Länder der EU
http://diepresse.com/home/wirtschaft/in ... der-der-EU

Betreffend der Frühpensionierung der Griechen. In Italien können alle Arbeitnehmer nach 35 Jahren Arbeit in Rente gehen. Im Pflegebereich schon nach 15 Jahren Arbeit. Italien ist das Land welches das Rentensystem noch zusätzlich ausbauen will.
Italien geht rückwärts
Grossumbau des Rentensystems geplant
Ein Urteil des Verfassungsgerichts und geplante Anreize für Frühpensionierungen belasten die Staatsfinanzen Italiens. Für die ferne Zukunft fehlt eine starke zweite Säule.

Mit Griechenland gleichauf

Italien gehört zu den Industrieländern mit den höchsten Rentenausgaben. Laut der OECD beliefen sie sich 2011 auf 32% der Staatsausgaben, während der OECD-Durchschnitt bei 18% lag. Die EU-Kommission schätzt, dass Italien im Jahr 2020 rund 15,5% des Bruttoinlandprodukts (BIP) für Renten aufwenden wird. In der Euro-Zone werde Italien damit nur von Griechenland übertroffen, schreibt die Brüsseler Behörde in ihrer neusten Prognose.
http://www.nzz.ch/wirtschaft/wirtschaft ... kommentare

Das ist alles EU-Konform, man geisselt aber nur diejenigen welche in Ungnade fallen, dabei ist ganz Europa in der Schuldenfalle. :evil:

Re: Griechenland

Verfasst: 23.06.2015, 09:48
von Livia
Euro-Rettungspakete
Der Geldfluss in die Krisenstaaten
Stand: 23.05.2013 15:13 Uhr
Auf mehr als 500 Milliarden Euro summieren sich die Rettungspakete für Staaten der Eurozone. Irland und Portugal erhielten bereits den Großteil der versprochenen Hilfen. Das meiste Geld floss aber nach Griechenland - inzwischen fast 200 Milliarden Euro.

Von David Rose, tagesschau.de

Die Euro-Staaten haben seit Beginn der Staatsschuldenkrise mehrere Rettungspakete beschlossen, um einzelne Länder vor der drohenden Pleite zu bewahren. Die ersten Hilfskredite für Griechenland wurden zunächst noch als Einzelfall dargestellt. Doch schon bald folgte der vorläufige Euro-Rettungsschirm EFSF. Im Oktober 2012 nahm dann der dauerhafte Stabilisierungsmechanismus ESM seine Arbeit auf. Das Geld für die Rettungspakete stammte nicht nur von den Euro-Staaten und deren Rettungsschirmen, sondern in der Regel auch vom Internationalen Währungsfonds (IWF) und teilweise direkt aus EU-Mitteln (EFSM).

Die zugesagten Hilfen der verschiedenen Programme summieren sich bislang auf mehr als 500 Milliarden Euro. Mehr als zwei Drittel davon wurde bereits in die Krisenländer überwiesen. Die laufenden Programme im Überblick

Siehe nachfolgenden Link:

http://www.tagesschau.de/wirtschaft/ret ... te108.html

Die EU Kritiker sind im Aufwind und werden kurz oder lang den Sieg davontragen.
EU-Gegner im Aufwind: Sie holen rund 140 Sitze im EU-Parlament

Von der britischen Ukip bis zur französischen Front National: EU-feindliche bis rechtsextreme Partein in ganz Europa haben an Sitzen zugelegt bei den Europawahlen. Die stärkste Partei bleibt die Europäische Volkspartei mit Jean-Claude Juncker.

Im neuen EU-Parlament werden einer Hochrechnung des Parlaments zufolge etwa 140 europafeindliche beziehungsweise europakritische Abgeordnete sitzen. Zugleich verlieren die stärksten Fraktionen Mandate./quote]

http://m.schweizamsonntag.ch/ausland/eu ... -128016075

Re: Griechenland

Verfasst: 23.06.2015, 09:50
von Sonnenschein+8+
Na ja.. andere sind auf den guten Weg Raus zu kommen aus der Kriese.. ohne zu Jammern ;)

Re: Griechenland

Verfasst: 23.06.2015, 10:04
von Livia
Sonnenschein+8+ hat geschrieben:Na ja.. andere sind auf den guten Weg Raus zu kommen aus der Kriese.. ohne zu Jammern ;)
:roll: Da bleibt mir jetzt aber die Spucke weg, liebe Sonne. ;)