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Re: Italien
Verfasst: 15.02.2012, 16:59
von Livia
Ja diesen Film kenne ich. Leider hat man nur die negativen Episoden aufgezeigt, die positiven wurden unterschlagen. Es gab auch Kinder die in anderen Familien gut aufgehoben waren, nicht mit der Armut ihrer Eltern leben mussten. Einen Beruf erlernen konnten und mit ihrem Schicksal von damals zufrieden sind. Einer von ihnen ist sogar ein berühmter Schriftsteller geworden. Weiss jetzt leider nicht mehr wie er heisst.
Das war in einer Zeit wo Arbeitslosigkeit und grösste Armut herrschte, ist schon ein Unterschied zu heute, wo in Italien auch im 21. Jahrhundert nur wenig dazu beigetragrn wurde.
Re: Italien
Verfasst: 15.02.2012, 21:08
von Staber
Livia hat geschrieben:Ja diesen Film kenne ich. Leider hat man nur die negativen Episoden aufgezeigt, die positiven wurden unterschlagen. Es gab auch Kinder die in anderen Familien gut aufgehoben waren, nicht mit der Armut ihrer Eltern leben mussten. Einen Beruf erlernen konnten und mit ihrem Schicksal von damals zufrieden sind. Einer von ihnen ist sogar ein berühmter Schriftsteller geworden. Weiss jetzt leider nicht mehr wie er heisst.
Das war in einer Zeit wo Arbeitslosigkeit und grösste Armut herrschte, ist schon ein Unterschied zu heute, wo in Italien auch im 21. Jahrhundert nur wenig dazu beigetragrn wurde.
Moin @Livia
Nein, das alles im heilen, neutralen, pazifisitischen und vorbildlich sauberen" Heidiland " des letzten Jahrhunderts passiert - Swiss Made quasi...?
gruß staber
Re: Italien
Verfasst: 16.02.2012, 11:47
von Livia
Staber hat geschrieben:Livia hat geschrieben:Ja diesen Film kenne ich. Leider hat man nur die negativen Episoden aufgezeigt, die positiven wurden unterschlagen. Es gab auch Kinder die in anderen Familien gut aufgehoben waren, nicht mit der Armut ihrer Eltern leben mussten. Einen Beruf erlernen konnten und mit ihrem Schicksal von damals zufrieden sind. Einer von ihnen ist sogar ein berühmter Schriftsteller geworden. Weiss jetzt leider nicht mehr wie er heisst.
Das war in einer Zeit wo Arbeitslosigkeit und grösste Armut herrschte, ist schon ein Unterschied zu heute, wo in Italien auch im 21. Jahrhundert nur wenig dazu beigetragrn wurde.
Moin @Livia
Nein, das alles im heilen, neutralen, pazifisitischen und vorbildlich sauberen" Heidiland " des letzten Jahrhunderts passiert - Swiss Made quasi...?
gruß staber
Guten Morgen Staber
Dieser Film wurde von einem Regisseur gemacht der von den Sponsoren abhängig war. Da gehörte auch etwas Uebertreibung und Druck auf die Tränendrüsen dazu, damit das Geld das er dafür ausgab, wieder eingespielt wurde. Hat auch prima geklappt für die Geldgeber.
Viele Betroffene haben sich nach der Ausstrahlung dieses Filmes gemeldet und waren entsetzt, dass man so massiv übertriebene hatte. Kinderreiche Familien konnten ihre Kinder nicht ernähren, Verhütungsmittel gab es nicht, blieb ihnen nichts anderes übrig als die Kinder Fremdplatzieren zu müssen. Was habt ihr den mit den Kindern gemacht aus Kinderreichen Familien nach dem Krieg, habt ihr sie verhungern lassen ?
Ich musste auch meine Schulferien als zehnjährige bei einem Bauer verbringen und arbeiten.Täglich um sieben Uhr aufstehen, Kartoffeln schälen damit die Bäuerin die Rösti für das Frühstück um 09.00 Uhr für den Bauer braten konnte. Auch eine grosse Schale heissen Milchkaffee, sowie Brot und Käse gehörten dazu. Dann den Hühner die Eier stehlen, auf dem Feld beim Heuen mithelfen, Im Tenn das Korn dreschen mit einem Holzflegel, wobei man Schwielen und Blatern an den Händen bekam. Im Stall helfen gehörte auch dazu, oder Aepfel auflesen für die Mosterei. Der Bauer brachte die Milch mit einem Traktor zum Käser. Wenn er nach Hause kam musste ich die (Brändten) Milchkannen sauber reinigen, wobei das geübte Auge der Bäuerin immer nachschaute, ob alles sauber war.
Nach dem Mähen vom Korn von Hand auf dem Feld die Aehren auflesen, Barfuss damit die Schuhsohlen von den Stoppeln keine Löcher bekamen, Geld für neue Schuhe war keines da. Und wenn gerade keine Arbeit anstand, wartete in der Bauernstube das Strickzeug auf mich.
Mir hat es nicht geschadet und meinen Eltern war ich auch nie böse deswegen. Sie waren froh, dass ein Esser für kurze Zeit weniger am Tisch sass. So ging es vielen Familien nach dem Krieg mit fünf bis zu zehn Kinder, was damals keine Seltenheit war.
Re: Italien
Verfasst: 16.02.2012, 12:40
von Staber
Livia hat geschrieben:Staber hat geschrieben:Livia hat geschrieben:Ja diesen Film kenne ich. Leider hat man nur die negativen Episoden aufgezeigt, die positiven wurden unterschlagen. Es gab auch Kinder die in anderen Familien gut aufgehoben waren, nicht mit der Armut ihrer Eltern leben mussten. Einen Beruf erlernen konnten und mit ihrem Schicksal von damals zufrieden sind. Einer von ihnen ist sogar ein berühmter Schriftsteller geworden. Weiss jetzt leider nicht mehr wie er heisst.
Das war in einer Zeit wo Arbeitslosigkeit und grösste Armut herrschte, ist schon ein Unterschied zu heute, wo in Italien auch im 21. Jahrhundert nur wenig dazu beigetragrn wurde.
Moin @Livia
Nein, das alles im heilen, neutralen, pazifisitischen und vorbildlich sauberen" Heidiland " des letzten Jahrhunderts passiert - Swiss Made quasi...?
gruß staber
Guten Morgen Staber
Dieser Film wurde von einem Regisseur gemacht der von den Sponsoren abhängig war. Da gehörte auch etwas Uebertreibung und Druck auf die Tränendrüsen dazu, damit das Geld das er dafür ausgab, wieder eingespielt wurde. Hat auch prima geklappt für die Geldgeber.
Viele Betroffene haben sich nach der Ausstrahlung dieses Filmes gemeldet und waren entsetzt, dass man so massiv übertriebene hatte. Kinderreiche Familien konnten ihre Kinder nicht ernähren, Verhütungsmittel gab es nicht, blieb ihnen nichts anderes übrig als die Kinder Fremdplatzieren zu müssen. Was habt ihr den mit den Kindern gemacht aus Kinderreichen Familien nach dem Krieg, habt ihr sie verhungern lassen ?
Ich musste auch meine Schulferien als zehnjährige bei einem Bauer verbringen und arbeiten.Täglich um sieben Uhr aufstehen, Kartoffeln schälen damit die Bäuerin die Rösti für das Frühstück um 09.00 Uhr für den Bauer braten konnte. Auch eine grosse Schale heissen Milchkaffee, sowie Brot und Käse gehörten dazu. Dann den Hühner die Eier stehlen, auf dem Feld beim Heuen mithelfen, Im Tenn das Korn dreschen mit einem Holzflegel, wobei man Schwielen und Blatern an den Händen bekam. Im Stall helfen gehörte auch dazu, oder Aepfel auflesen für die Mosterei. Der Bauer brachte die Milch mit einem Traktor zum Käser. Wenn er nach Hause kam musste ich die (Brändten) Milchkannen sauber reinigen, wobei das geübte Auge der Bäuerin immer nachschaute, ob alles sauber war.
Nach dem Mähen vom Korn von Hand auf dem Feld die Aehren auflesen, Barfuss damit die Schuhsohlen von den Stoppeln keine Löcher bekamen, Geld für neue Schuhe war keines da. Und wenn gerade keine Arbeit anstand, wartete in der Bauernstube das Strickzeug auf mich.
Mir hat es nicht geschadet und meinen Eltern war ich auch nie böse deswegen. Sie waren froh, dass ein Esser für kurze Zeit weniger am Tisch sass. So ging es vielen Familien nach dem Krieg mit fünf bis zu zehn Kinder, was damals keine Seltenheit war.
Moin Livia !
Ich gebe zu , habe ein bischen die Ironie übertrieben.Du hast Recht mit deinen persönlichen Ausführungen. Die Kriegszeit war für uns Kinder eine beschi**ene Zeit. Ich habe als kleiner Junge auf einer Mauer gesessen und habe zugeschaut ,wie die Toten nach einem Bombenangriff die aus den Trümmern geborgen wurden und auf sogenannten Bollerwagen abtransportiert wurden zum Massenverscharren. Anders konnte man das nicht bezeichnen.Ist nur eine Begebenheit am Rande. Gott bewahre uns vor so einer Zeit!
gruß staber
Re: Italien
Verfasst: 16.02.2012, 17:43
von Livia
Siehst du, es war für niemanden eine schöne Zeit. Uebrigens, die Holländer brachten viele Kinder in die Schweiz nach dem Krieg. Sie waren unterernährt und zum Teil sogar an Rachitis erkrankt. Sie wurden in Familien plaziert und blieben bis sie wieder gesund waren. Mit dem Zug brachte man sie dann wieder nach Hause.
Re: Italien
Verfasst: 16.02.2012, 18:01
von AlexRE
Livia hat geschrieben:Siehst du, es war für niemanden eine schöne Zeit. Uebrigens, die Holländer brachten viele Kinder in die Schweiz nach dem Krieg. Sie waren unterernährt und zum Teil sogar an Rachitis erkrankt. Sie wurden in Familien plaziert und blieben bis sie wieder gesund waren. Mit dem Zug brachte man sie dann wieder nach Hause.
Der Norden und Westen der Niederlande war noch bis zu den letzten Kriegstagen im Mai 1945 deutsch besetzt. Deshalb kam es in den letzten Monaten des Krieges dort zu einer Hungerkatastrophe:
http://www.martinroos.de/weltkrieg.htm

Re: Italien
Verfasst: 17.02.2012, 11:13
von Livia
Kriege sollten verboten werden. Ich habe die Bilder dieser Kinder immer noch im Kopf, sie wurden in der Presse damals, ich glaube es war 1946 oder 1947 gezeigt.
Re: Italien
Verfasst: 17.02.2012, 12:40
von Staber
Livia hat geschrieben:Kriege sollten verboten werden.
Dei Wort in Gottes Gehöhrgang!
Noch sind wir zwar keine gefährdete Art, aber es ist nicht so, dass wir nicht oft genug versucht hätten, eine zu werden.
Douglas Adams
gruß staber
Re: Italien
Verfasst: 18.02.2012, 18:02
von Livia
Irre Prass-Politiker! Italiens Parlaments-Stenograf verdient so viel wie der König von Spanien
Und während Merkel in der Schweiz für 188 Euro pro Nacht Urlaub macht, lassen es sich die Italiener auf den Malediven gut gehen
Von ALBERT LINK (Rom)
Kein Land der Welt leistet sich ein teureres Parlament als das krisengeschüttelte Italien. Und kein Tag vergeht, in dem Zeitungen neue Ungeheuerlichkeiten aus dem Politbetrieb enthüllen, der vom Alltag italienischer Normalbürger mittlerweile so weit entfernt ist wie Trüffel-Pasta von Dosen-Ravioli...
Horror-Schulden in Höhe von 120 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Doch Italiens Parlament prasst und protzt weiter, als hätte es die Schuldenkrise nie gegeben.
Mittendrin im Skandal um überversorgte Staatsdiener: Not-Premier und Berlusconi-Nachfolger Mario Monti (68), dem die eigentlich opferbereiten Italiener eines nicht verzeihen: Dass er mit dem Sparen bei den kleinen Rentnern angefangen hat, während Politiker und ihre ebenso üppig entlohnten Helfer (Italien nennt die Profiteure des Systems schlicht „die Kaste“) unbehelligt blieben.
Jüngster Aufreger: Die Tatsache, dass ein Stenograf im Senat, der kleineren der beiden Abgeordnetenkammern Italiens, auf ein steuerzahlerfinanziertes Jahreseinkommen von 290 000 Euro kommt.
http://www.bild.de/politik/ausland/ital ... .bild.html
Re: Italien
Verfasst: 18.02.2012, 19:46
von GasGerd
Von dem deutschen Massenpublikum auf gmx handelt man sich schon Negativbewertungen ein ( "Daumen nach unten" ), wenn man nur mit rechtlicher Begründung Zweifel daran äußert, dass dem zurückgetretenen Bundespräsidenten die Pension (bzw. "Ehrensold" von 199.000 Euro) abzuerkennen ist:
Kristallklar
"Wenn es zu einer Verurteilung kommt oder auch nicht,kann beim besten Willen nicht von einem Rücktritt aus politischen Gründen gesprochen werden.Und nur diese rechtfertigen die Zahlung des Ehrensoldes nach vorzeitigem Ausscheiden aus dem Amt.Da können auch die letzten Freunde nichts dran ändern,wenn sie die Ablehnung der Bevölkerung zu einem Politikum machen wollen."
"Wenn es zur Verurteilung kommt ODER NICHT"???
Ein Rücktritt wegen eines das Amt belastenden gesellschaftliche Diskurses über offene Fragen, welches Verhalten des BP zulässig ist und welches nicht, ist m. E. politisch veranlasst, weil diese Diskussion eben im politischen Raum stattfindet.
Erst wenn geklärt ist, dass der BP tatsächlich vorsätzlich rechtswidrig gehandelt hat, ist der Rücktritt eindeutig aus privaten Gründen erfolgt, da ein Rechtsbruch immer eine höchstpersönliche Entscheidung ist und deshalb in der Privatsphäre stattfindet.
http://meinungen.gmx.net/forum-gmx/post ... p=154#jump
Kristallklar
"@Gerd154............nun das ist deine Meinung.Für mich sind Großmannssucht,Arroganz,Scheinmoral,Vorteilsnahme,Korruption alles (zwischen dumm und kriminell), aber nicht politisch!Es bleibt abzuwarten,ob man sich in Regierungskreisen tatsächlich getraut diesem"peinlichen Ärgernis" auch noch Geld hinterher zu werfen..."
Ich habe nichts anderes geschrieben, soweit es Vorteilsnahme und Korruption betrifft. Ob das allerdings der (private) Anlass für den Rücktritt ist, kann nur ein Gericht entscheiden.
Öffentliche Angriffe der Medien ohne gerichtliche Bestätigung deren Berechtigung und eine daraus resultierende Belastung des Amtes sind für mich ein politischer Vorgang, ein Rücktritt ohne nachfolgende Verurteilung wäre also politisch veranlasst. Nur die gerichtlich bestätigte Entscheidung des BP, vorsätzlich Recht zu brechen, wäre seine private Angelegenheit und der Rücktritt als Konsequenz deshalb privat veranlasst.
http://meinungen.gmx.net/forum-gmx/post ... p=168#jump