Re: Afghanistan
Verfasst: 05.07.2021, 20:40
Ich auch nicht. Die Taliban wittern jetzt Morgenluft.Uel hat geschrieben:.... oder die Nato ist ganz schnell wieder da.
Glaub ich nicht!
Ich auch nicht. Die Taliban wittern jetzt Morgenluft.Uel hat geschrieben:.... oder die Nato ist ganz schnell wieder da.
Glaub ich nicht!
Wirst du schon sehen. Wenn die Taliban in Afghanistan gewinnen sollten und erneut internationale Terroristen Marke Bin Laden beherbergen, passiert selbstverständlich das selbe wie 2001. Was gibt es da überhaupt zu glauben? Das ist schlichtweg selbstverständlich.Uel hat geschrieben:.... oder die Nato ist ganz schnell wieder da.
Glaub ich nicht!
Der Begriff "Kollateralschaden" in Verbindung mit versehentlich durch Angriffe ums Leben gekommenen Menschen scheint mir doch ziemlich verbrannt und trägt nicht zur Schadensminderung bei. Hört sich so an wie "Pech gehabt".AlexRE hat geschrieben:Der Begriff "Kollateralschaden" ist kein verunglückter sprachlicher Verharmlosungsversuch, dafür wird er nur allgemein gehalten. Tatsächlich handelt es sich um einen zentralen Begriff des aktuellen Kriegsvölkerrechts, der nach dem 2. WK eingeführt wurde. In diesem Krieg hat sich nämlich herausgestellt, dass sich an die damals geltenden absoluten Verbote der Schädigung von Zivilisten usw. überhaupt niemand gehalten hat, weil selbst die kriegführenden Rechtsstaaten jede Missachtung dieser Regeln mit einem sich aus militärischen Notwendigkeiten ergebenden übergesetzlichen Notstand begründet haben.
Diesen rechtsfreien Raum wollte man danach durch neue Regeln ausfüllen, wann welcher Kollateralschaden zulässig ist und wann nicht. Der Begriff dient also nicht der Verharmlosung, sondern der Schadensminderung.
Detailliert:
https://www.researchgate.net/publicatio ... lkerrechts
https://de.wikipedia.org/wiki/Begleitsc ... des_Jahres
„Kollateralschaden“ wurde in Deutschland zum Unwort des Jahres 1999[5][6] gewählt. Zur Begründung[6][7] nannte die Jury zwei Faktoren: Zum einen habe die Übernahme der Medien dieses „nur halb übersetzte[n]“[7] Wortes (→ Anglizismus) aus der NATO-Berichterstattung über Interventionen der NATO in Ex-Jugoslawien durch die schwere Verständlichkeit eine imponierende Wirkung, die vom wahren Inhalt des Begriffes ablenke; zum zweiten verharmlose die Verwendung dieses Wortes – gerade wenn man es wörtlich übersetze – „militärisch[e] Verbrechen“[7] als unwichtige Nebensache.
Moin!Hört sich so an wie "Pech gehabt".
Wirst du schon sehen. Wenn die Taliban in Afghanistan gewinnen sollten und erneut internationale Terroristen Marke Bin Laden beherbergen, passiert selbstverständlich das selbe wie 2001.
Wieso erfolglos? Der Endstand ist das, was die Amerikaner 2001 verlangt haben, um den Krieg zu vemeiden. Bin Laden ist erledigt und die Taliban haben unterschrieben, keine Terroristen mehr zu beherbergen.Uel hat geschrieben:Wirst du schon sehen. Wenn die Taliban in Afghanistan gewinnen sollten und erneut internationale Terroristen Marke Bin Laden beherbergen, passiert selbstverständlich das selbe wie 2001.
Ich bin mir recht sicher, dass die USA dann den Job alleine machen müssten, vielleicht mit Jens Stoltenberg als freiwilligen Einzelkämpfer der NATO, der Rest der NATO wird hoffentlich nach diesem erfolglosen Geldversenken und Tote heimfliegen in Sachen Afghanistan die Schnautze voll genug haben. Wenn die Taliban erst mal aufgeräumt haben im Lande, wird man keine freiwilligen aber notwendigen einheimische Helfer mehr finden.
Wie ersichtlich, nur eine Meinung und die Gabe eines Zukunftssehers hat zum Glück keiner von uns.
Hi Alex!weil es ja die Amis sind und es so schön ist, sich über deren Niederlagen zu unterhalten.
... Eine solche Pflicht
zur Hinnahme des Geopfertwerdens durch andere, die man
nicht bedroht, zugunsten von Zielen, mit denen man nichts
zu schaffen hat, ist aber jedenfalls in individuellen Rechts-
und Moralverhältnissen schlechterdings nicht zu begrün-
den.Hartgesottene Konsequentialisten mögen das bestrei-
ten. Doch abgesehen davon, dass ihre Position schon als
ethische nicht überzeugt (und nirgends wird die moralische
Überforderung der Pflichtsubjekte so deutlich wie in kon-
sequentialistischen Kalkülen einer transpersonalen Verrech-
nung von Menschenleben), ist sie zur Begründung recht-
licher Prinzipien a limine ungeeignet. Die Legitimität jeder
rechtlichen Ordnung gründet zuletzt im Schutz subjektiver
Grundrechte der Individuen....
... Wie selbstverständlich setzt man voraus, dass solche Tötungen, sofern sie
verhältnismäßig sind, ohne weiteres legitim seien.
Afghanen können sich keine Suppe selbst einbrocken? Sind das unschuldige Kinder? Wenn die eigene Regierung Leuten Obhut gewährt, die maßlos großkotzig als Yankee - Killer auf amerikanischem Boden auftreten (Auch Hitler hatte Träume von zusammenstürzenden Wolkenkratzern in New York), wird den Menschen in so einem Land selbstverständlich eine hohe Rechnung für die Vermessenheit der arroganten Gewaltherrscher präsentiert, so wie den Deutschen im und nach dem 2. WK und allen anderen, deren Bonzokratie sich mit Stärkeren angelegt hatte.Was freilich nicht geht, ist, dass in vielen Forenbeiträgen von Befürwortern zu diesem Thema so getan wird, als hätten sich die Afghanen die Suppe selbst eingebrockt und dass es daher nur recht und billig sei, wenn sie sie selbst auslöffeln.