Die nächste Aggression gegen Verbündete betrifft Kanada. Trump möchte wirtschaftlichen Zwang anwenden, um Kanada zum Anschluss an die USA zu bewegen, und Musk pöbelt auf X den scheidenden Ministerpräsidenten Kanadas Trudeau, der Trumps Ansinnen als absolut chancenlos bezeichnet hatte) an:
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Als Reaktion auf Trudeaus Statement auf X schrieb dessen Eigentümer Musk am Mittwochmorgen auf derselben Plattform einen Satz, der den kanadischen Regierungschef gleich mehrfach beleidigte: „Mädchen, du bist nicht mehr die Gouverneurin von Kanada, also ist es egal, was du sagst.“
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Neben der Bezeichnung „Mädchen“ für einen 53-jährigen Mann dürfte aus kanadischer Sicht die von Musk gewählte Amtsbezeichnung „Gouverneur“ mindestens eine ebenso große Verunglimpfung darstellen: Der Titel wird für die jeweiligen politischen Führer der 50 US-Bundesstaaten und fünf US-Territorien benutzt. Den Premierminister des nördlichen Nachbarlandes so zu bezeichnen, spricht Kanada ab, ein souveränes Land zu sein.
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https://www.tagesspiegel.de/internation ... 79939.htmlAnscheinend mangelt es Trump und Musk an Geschichtskenntnissen. In dem britisch - amerikanischen Krieg von 1812 bis 1814 haben sich die Amerikaner beim Versuch der Eroberung Kanadas militärisch eine blutige Nase geholt und politisch ein nachhaltiges kanadisches Nationalbewusstsein erst geschaffen:
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Britisc ... cher_KriegHeute sind Trump und Musk augenscheinlich so vermessen wie die Amerikaner im Jahre 1812 waren. Ihr "wirtschaftlicher Zwang" wird ihnen auch so um die Ohren fliegen wie der damalige Einmarsch. Kanada kann mit Europa und Ostasien ebensogut Geschäfte machen wie mit den USA. Wenn jemand echte Probleme mit einer stark reduzierten Außenwirtschaft bekommen könnte, dann sind das die USA.