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Bittere, aber verdiente Pille

BeitragVerfasst: So 26. Sep 2021, 22:17
von Excubitor
Nach einer aktuellen Forsa-Umfrage für RTL hätte die CDU mit dem
Kanzlerkandidaten Söder mehr als 30 % der Stimmen erreichen können.

https://www.rtl.de/cms/forsa-umfrage-ar ... 37892.html

Kommentar

Eine mehr als verdiente Strafe für die CDU-Arroganz. Das Präsidium scheint
dort eine ähnlich verknöcherte "Mischpoke", wie das Präsidium des deutschen
Fußballverbands, der FIFA und ähnlicher Institutionen, wo immer nur die
eigenen persönlichen Interessen der Führungschargen, aber nie die der Sache
im Vordergrund stehen. Und so rächt sich's dann. Das Karma ist unerbittlich.

Das Problem ist nur, wo jetzt schon Laschets Rücktritt offen gefordert wird, dass
mit einer Ampelkoalition diesem Land ganz sicher nicht gedient ist. Diese würde
die allgemeine Situation noch weiter verschlechtern, als sie ohnehin schon ist.

Mehr als 650 Milliarden geschätzter Neuverschuldung, angeblich keine Erhöhung
der Steuern, ein allgemeines Preisniveau, das seit einiger Zeit anfängt Fahrt
aufzunehmen und sich zu überschlagen beginnt, sogar in eine galoppierende
Inflation münden könnte, und Politiker, die mit Geld nicht umgehen können. Wer
oder was auch immer sei mit uns allen und stehe uns bei. Dabei sind Benzin-, Gas-
und Lebensmittelpreise gerade erst der Anfang der Teuerungsspirale.

Wenn Rot und Grün mit der FDP gemeinsam eine Regierung bilden sollten, werden
die Schulden des Staates wahrscheinlich noch weiter ausgeweitet, etc.. Das ließe
sich jetzt noch um einiges fortsetzen. Klingt jedenfalls wie ein Déjà-vu aus Tagen
als es angesagt war, Staatsschulden anzuhäufen. Wie so etwas ausgeht, dürfte klar
sein.

Koalitionsrechnung

BeitragVerfasst: Mo 27. Sep 2021, 01:35
von Excubitor
Nach dem dem Koalitionsrechner von msn ergäbe sich

- für die Ampelkoalition eine Mehrheit von 57 %
- für die Jamaika-Koalition eine Mehrheit von 55 %

- keine Möglichkeit einer Mehrheit für Rot-Rot-Grün.

5 Koalitionen von 2 oder 3 Parteien sind grundsätzlich mehrheitsfähig.

Siehe alle Koalitionsmöglichkeiten mit Mehrheitsverhältnissen unter

http://taeglich-ueberleben.xobor.de/t23 ... ml#msg2348

Re: Deutschland, quo vadis Spezial - Wahlen, davor und danach

BeitragVerfasst: Mo 27. Sep 2021, 08:05
von maxikatze
Wie hoch war eigentlich die Wahlbeteiligung? :|

Re: Deutschland, quo vadis Spezial - Wahlen, davor und danach

BeitragVerfasst: Mo 27. Sep 2021, 10:06
von Staber
maxikatze hat geschrieben:Wie hoch war eigentlich die Wahlbeteiligung? :|


Moin Maxi!

Die Wahlbeteiligung bei der Bundestagswahl liegt minimal höher als 2017. Sie wurde mit 76,6 Prozent angegeben
https://www.waz.de/politik/bundestagswa ... 22873.html

Re: Deutschland, quo vadis Spezial - Wahlen, davor und danach

BeitragVerfasst: Mo 27. Sep 2021, 14:50
von Staber
Mein Eindruck!
Der Absturz der Merkel -Partei ist einfach zu erklären: Merkel-Partei ohne Merkel, durch Lusche ersetzt, das ging selbst dem drögesten Fan des "Weiter so" gegen die Hutschnur. Mit Söder wäre das nicht passiert, den kann man als wendigen Franken nur in Bayern nicht leiden. Darum glaube ich nicht, dass das Volk eine revolutionäre Richtungsentscheidung nach links getroffen hat. Das Gegenteil ist richtig, alle Besitzstandswahrer der Mittelschicht, die weder reich noch beamtet sind, haben eine Schweineangst vor der 15 % Partei der Ökofanatiker und Autohasser und die noch weiter unten stehenden Schichten fürchten von Fleisch auf Bohneneintopf gesetzt zu werden, wie seinerzeit nach dem Einfall der Barbaren in Rom, als es mit dem dekadenten Wohlstandparadies zu Ende war.

Re: Deutschland, quo vadis Spezial - Wahlen, davor und danach

BeitragVerfasst: Mo 27. Sep 2021, 15:33
von maxikatze
Staber hat geschrieben:Mein Eindruck!
Der Absturz der Merkel -Partei ist einfach zu erklären: Merkel-Partei ohne Merkel, durch Lusche ersetzt, das ging selbst dem drögesten Fan des "Weiter so" gegen die Hutschnur. Mit Söder wäre das nicht passiert, den kann man als wendigen Franken nur in Bayern nicht leiden. Darum glaube ich nicht, dass das Volk eine revolutionäre Richtungsentscheidung nach links getroffen hat. Das Gegenteil ist richtig, alle Besitzstandswahrer der Mittelschicht, die weder reich noch beamtet sind, haben eine Schweineangst vor der 15 % Partei der Ökofanatiker und Autohasser und die noch weiter unten stehenden Schichten fürchten von Fleisch auf Bohneneintopf gesetzt zu werden, wie seinerzeit nach dem Einfall der Barbaren in Rom, als es mit dem dekadenten Wohlstandparadies zu Ende war.


Vielleicht finde ich den Zeitungsartikel wieder, in dem drin stand, dass einige reiche Leute die Entscheidung bereits getroffen haben, aus Deutschland auszuwandern. Ich kann es ihnen nicht verübeln.

Das vorläufige amtliche Endergebnis...

BeitragVerfasst: Mo 27. Sep 2021, 16:57
von Excubitor
... der Bundestagswahl 2021, festgestellt vom Bundeswahlleiter heute Morgen
um kurz vor 05.00 Uhr finden Sie mit allen offiziellen Daten zur Wahl unter

https://www.bundeswahlleiter.de/bundest ... nisse.html

Hat der einfach nur so miese Berater...

BeitragVerfasst: Mo 27. Sep 2021, 17:33
von Excubitor
... oder ist der tatsächlich so inkompetent?

WELT - "Laschet will nicht Fraktionsvorsitzender werden und sieht „keinen Regierungsauftrag für SPD“"

"Armin Laschet hat die Niederlage der Union bei der Bundestagswahl zugegeben und sieht dabei auch „einen persönlichen Anteil am Ergebnis“.
Der CDU-Kanzlerkandidat findet trotz der herben Verluste: „Eine Regierung unter Führung der Union ist das Beste für das Land“.

[...]"

Siehe mehr dazu unter
https://www.msn.com/de-de/nachrichten/p ... li=BBqg6Q9


Kommentar

Was blieb ihm nach der Wahlschlappe auch anderes übrig.
Ein durch Fakten erzwungenes Eingeständnis bedeutet noch nicht zwangsläufig
auch tatsächliche Einsicht.
Das CDU-Präsidium eingeschlossen Laschet hat sich selbst vor und im Verlauf des
Wahlkampfs schlicht gegen jede Realität überbewertet, was darin gegipfelt hat,
ihn zum Kanzlerkandidaten zu machen. Mehr muss man dazu nicht feststellen.
Angesichts des Wahlergebnisses, unabhängig davon was für dieses Land gut wäre,
jetzt auch noch den Regierungsauftrag für sich zu reklamieren, scheint schon
einigermaßen vermessen, wenn nicht sogar explizit anmaßend. Da hätten ihm
seine Berater besser etwas anderes, intelligenteres flüstern sollen. Oft ist alles
einfach nur eine Frage der Formulierung.

Re: Hat der einfach nur so miese Berater...

BeitragVerfasst: Mo 27. Sep 2021, 17:39
von AlexRE
Excubitor hat geschrieben:... oder ist der tatsächlich so inkompetent?

WELT - "Laschet will nicht Fraktionsvorsitzender werden und sieht „keinen Regierungsauftrag für SPD“"

"Armin Laschet hat die Niederlage der Union bei der Bundestagswahl zugegeben und sieht dabei auch „einen persönlichen Anteil am Ergebnis“.
Der CDU-Kanzlerkandidat findet trotz der herben Verluste: „Eine Regierung unter Führung der Union ist das Beste für das Land“.

[...]"

Siehe mehr dazu unter
https://www.msn.com/de-de/nachrichten/p ... li=BBqg6Q9


Kommentar

Was blieb ihm nach der Wahlschlappe auch anderes übrig.
Ein durch Fakten erzwungenes Eingeständnis bedeutet noch nicht zwangsläufig
auch tatsächliche Einsicht.
Das CDU-Präsidium eingeschlossen Laschet hat sich selbst vor und im Verlauf des
Wahlkampfs schlicht gegen jede Realität überbewertet, was darin gegipfelt hat
ihn zum Kanzlerkandidaten zu machen. Mehr muss man dazu nicht feststellen.
Angesichts des Wahlergebnisses, unabhängig davon was für dieses Land gut wäre,
jetzt auch noch den Regierungsauftrag für sich zu reklamieren, scheint schon
einigermaßen vermessen, wenn nicht sogar explizit anmaßend. Da hätten ihm
seine Berater besser etwas anderes, intelligenteres flüstern sollen.


Jedenfalls sind über 3/4 der Wähler anderer Ansicht als Herr Laschet, welche Regierung die beste für das Land wäre. Da gehöre ich mal zu einer großen Mehrheit, auch wenn die von mir gewählte Partei nur 2 % erreicht hat. ;)

Die beiden mächtigsten Personen in...

BeitragVerfasst: Mo 27. Sep 2021, 18:03
von Excubitor
... diesem Land sind scheinbar derzeit die Grüne Annalena und der gelbe "Polit-Troll"
Lindner


Bedauerlicherweise kommt man auch hier nicht drum herum festzustellen,
dass die CDU dafür eine Mitverantwortung trägt, dass es nach der Wahl
keine klareren Verhältnisse gibt.

Die Grünen hätten vermutlich lieber eine Koalition mit den Roten von Scholz,
die FDP liebäugelt derzeit noch mit der näher am eigenen Programm befindlichen
CDU/CSU.

Man darf gespannt sein, wer bereit sein wird nachzugeben, um überhaupt an
eine Regierungsmitverantwortung zu kommen.

Utopischerweise angenommen CDU/CSU und SPD würden sich einigen, wie bisher
weiter regieren zu wollen, wären die beiden anderen angeschmiert.
Deshalb der Begriff "scheinbar" in der Eingangsformulierung.