@Maxikatze
Es könnte aber auch umgekehrt Verständnis dafür aufgebracht werden, dass die Mehrheit der Bevölkerung gegen den Afghanistan-Einsatz ist.
Das muß jeder selbst für sich entscheiden...Nur allzugerne wird sich vor der Tatsache verschlossen, dass militärische Intervention eine Fortsetzung der Poltik mit anderen Mitteln ist.
Man muss ja nicht direkt versuchen den Nahen Osten zu besetzen , um die Benzinpreise niedrig zu halten, aber wenn in Afghanistan versucht wird, ein demokratisches Land aufzubauen, um langfristig die politische Struktur da unten zu verändern, was besonders auch in Europas Interesse liegt hört man schnell das Gefasel von "das geht uns nichts an".
Die Frage stellt sich außerdem, welche Traditionen Herr Bundespräsident Gauck meint:
- meint er damit die Traditionen aus der Zeit 1939-45 oder
- die Traditionen der Landesverteidigung "von Montag 7: 30 Uhr bis Freitag 12:30 Uhr", welche bis 1990 praktiziert wurde?
Über das Lösen von BEIDEN Traditiossträngen bin ich als ehemals aktiver Soldat sehr froh. Der erste hat in einer Demokratie absolut nichts verloren, der letzte funktioniert in einer Einsatzarmee nun mal nicht.
Und dass die BW seit 1990 eine Armee im Einsatz ist, wird nicht einmal von unseren Kritikern bestritten.
Der "Staatsbürger in Uniform" ist tot, es lebe der "Mut-Bürger in Uniform".
Diesen Ausdruck kann ich durchaus als neues Bild des Soldaten in der dt. Gesellschaft akzeptieren.; zeigt er doch sehr deutlich den Wandel sowohl in der Gesellschaft wie in der BW selbst.
gruß staber
Eine Träne zu trocknen ist ehrenvoller als Ströme von Blut zu vergießen.
Lord George Gordon Noel Byron
Gesund bleiben !
Gruß Staber